Des Teufels Karrstrasse

Martin Seewer

Quarzsandstein & Bronze

Im Buch «Wie der Berg Pilatus zu seinem Namen kam» beschreibt Martin Seewer zahlreiche Sagen und Mythen rund um den Pilatus und den Kanton Luzern. Eine davon ist die Geschichte von der Karrstrasse des Teufels.

Skulptur, Des Teufels Karrstrase

Die geologische Schichtung des Matthorns weist über der Alp Matt am Pilatus eine auffällige Ausrichtung auf. Die Gesteinsschichten in der Nordostwand sind senkrecht auf-geworfen und zeigen direkt in den Himmel. An einer Stelle bilden sie eine steile Schlucht. Die Phantasie der Bewohner wurde durch diese Formationen beflügelt. Sie sahen in den Einkerbungen die überdimensionierten Spuren von Rädern und nannten das Gebiet «Teufels Karrgasse».

Der Sage nach fuhr der Teufel in rasantem Tempo auf einem Karren vom Grat des Matthorns auf die Alp hinunter. Dabei frassen sich die Räder des Gefährts in das Gestein und hinterliessen die besagten Spuren.